Die 5. Ausgabe der Winterspreewaldfahrt (kurz WSF) bildete den Auftakt der diesjährigen Vereinswochenenden und stand tatsächlich ein wenig auf der Kippe. Denn im Februar erhielten wir die Info, dass unser lieb gewonnenes Haus 1 einen Wasserschaden erlitten hat und zu unserem Entsetzen derzeit völlig entkernt sei. Doch am Ende ging alles gut, wir konnten wie geplant anreisen und bekamen mit Haus 2, zwar ein kleineres, aber genauso gut ausgestattetes Dach über den Kopf.
Während freitags Stück für Stück, teils in Fahrgemeinschaften angereist wurde, füllte sich das Haus allmählich. So wurden die Zimmer bezogen, Abendbrot gegessen und sich über das Wiedersehen gefreut. Bis wir uns mit der Vereinbarung 08:30 gemeinsam zu frühstücken, ins Bett verabschiedeten.
Der Samstag begann mit leichtem Frost, der durch die ersten Sonnenstrahlen des Tages auf den Booten funkelte. Parallel startete, am noch frischen Morgen, eine kleine Gruppe von Paddlern zur ersten Runde des Tages und kam gerade noch pünktlich zum vereinbarten Frühstück zurück. Dort gab es die offizielle Begrüßung und ein paar Infos zum Wochenende. Noch kurz „Bitte lächeln!“ beim obligatorischen Gruppenfoto und dann ab für alle 23 Paddler/innen ans Einsetzen. Über den Südumfluter, den II. Freiheitskanal und Leipe schlängelten wir uns in Richtung Polenz Schenke. Unser Ziel, die erste Schleuse auf dem großen Fließ, wo wir bei bestem Wetter unsere Pause verrichteten. Während die Mehrheit die warmen Sonnenstrahlen genoss nutzten manche die Rast für ein Power-Nap, bevor es an den Endspurt ging. Bei der AWO angekommen füllten einige ihr Kaloriendefizit mit einem Riesenwindbeutel aus dem Stadtzentrum, denn bis zum Abendbrot dauerte es noch ein wenig. Kartoffel und Quark stand auf der Speisekarte. Mit allem was dazugehört. Sodass wir regelrecht ins Bett kugelten.
05:45 Wecker klingeln zur Nebelrunde. Diesmal leider ohne Nebel. Zu warm und bewölkt war es. Was dazu führte, das wir die Runde anpassten und spontan einen Bogen über Lehde fuhren. Fast am Ende sichteten wir immerhin zwei noch zwei Rehe, die auf der überfluteten Wiese grasten.
Nach dem Frühstück starteten wir erneut durch den Stadtgraben. Wie an einer Perlenkette ging es so durch enge Wasserstraßen, bis wir erneut über das Bürgerfließ Kurs Richtung Lehde nahmen. Gemütlichkeit stand im Vordergrund und zwei Schleusen mussten auch bewältigt werden. Bei der AWO angekommen und mit 30-50Km mehr im Fahrtenbuch, wurde gepackt und der Hänger geladen. Ein letzter Blick ins jedes Zimmer, Schlüssel abgegeben und dann machte sich auch das letzte Auto auf den Weg nach Dresden. Noch einmal die Muskeln anspannen und die Boote im Bootshaus verräumen, war das Wochenende auch schon wieder vorbei. Doch zum Glück ist Ausgabe 6 bereits in Planung.